Das Chaos nach Syrien

Am heutigen Freitag, dem 04. Dezember 2015, hat der Bundestag mit einer enormen Mehrheit von 445 zu 146 Stimmen für einen militärischen Einsatz deutscher Kräfte in dem krisengeplagten Nahoststaat votiert. Dieses Abstimmungsergebnis bewilligt nun den Einsatz von 6 Aufklärungsflugzeugen des Typs Tornado, einem Tankflugzeug, welches es ermöglicht, den Treibstofftank von Jets in der Luft aufzufüllen und letztlich auch noch Fregatten, die verbündeten Kriegsschiffen im Einsatz Geleitschutz bieten sollen.

Katastrophale Kollateralschäden

Doch mit den militärischen und logistischen Mitteln migrieren wir ebenfalls das Zeugnis einer vor Orientierungslosigkeit ausufernden Politik nach Syrien. Augenscheinlich ist es noch nicht bis in die Gefilde der deutschen Regierung vorgedrungen, doch was in der aktuellen, bereits eskalierten Lage am wenigsten von Nöten ist, sind weitere überstürzte und womöglich unüberlegte Handlungen. Bereits nach der katastrophalen Reaktion seitens Hollandes auf die Attentate des 13. November in der französischen Hauptstadt sollte dies aber doch realisiert worden sein. Blind vor Vergeltungswut erteilte dieser unverzüglich nach den Anschlägen den Befehl, die als IS-Hochburg bekannte Stadt Rakka im Norden Syriens mittels Luftschlägen zu verwüsten. Damit, dass die Dschihadisten extrem gute Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten besitzen, hatte er wohl aber nicht gerechnet. Traurige Bilanz der Bomben sind getroffene Zivilgebäude, Krankenhäuser und Schulen – wieder sind viele Tote zu zählen, nur nicht auf der Seite des IS, denn dieser hatte seine Anhänger zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Stadtgebiet evakuiert.

Gelernt hat man daraus aber offensichtlich nicht allzu viel. Denn nach und nach entscheiden sich immer mehr Staaten ganz gemächlicher Manière, auch selbst mehr oder weniger militärische und politische Hilfeleistungen in den großen Anti-IS-Wok zu schmeißen, den Francois Hollande ausgerufen hatte (Jüngst auch Großbritannien). Wesentliche Bestandteile einer weitläufigen, Erfolg verheißenden Militäroperation lassen aber auf sich warten, so zum Beispiel ein UN-Mandat, dass das gesamte Vorhaben zu seiner wirklichen Legitimation aber wohl nötig haben würde.

Mindestens genauso orientierungslos wie die Migrationskrise

Meiner Meinung nach lassen sich in diesem Durcheinander erschreckend viele Parallelen zum europäischen Flüchtlingsmanagement aufzeigen, welches nicht gerade von Einigkeit und durchdachter Logistik geprägt war. Bedauerlicherweise fehlt eine oberste Instanz, die doch die EU, die UN oder die NATO zu sein hätten. Doch scheinbar werden Lösungsansätze für die Probleme dieser Tage vorzugsweise aber auf nationaler Ebene oder auf einem zwischenstaatlichen Fundament der Freundschaft zwischen zwei oder mehr Staatschefs oder zumindest deren Kooperation basiert.

Es ist ein Zeugnis nationaler Arroganz und Beschränktheit, das es zu diesem Zeitpunkt unmöglich macht, die katastrophalen Zustände im Nahen Osten wieder geradezubiegen. Was den IS nicht umbringt, macht den IS stärker, diese Redewendung ließ sich schon lange nicht mehr so passend in einen Kontext einfügen.

Der IS schärft seine Messer

Und was hält das Ziel der geplanten beziehungsweise sich bereits in vollem Gange befindenden Angriffe vom internationalen Konsens tot gesehen werden zu wollen? In einer propagierten Überlieferung heißt es, dass in der kleinen und eigentlich so unbedeutenden Stadt Dabiq, die sich im Norden Syriens befindet, die endgültige Schlacht des Dschihad bestritten werden wird. Unglücklicherweise unkt der Prophet Mohammed aber nicht nur, dass sich die Ungläubigen dort „unter 80 Flaggen vereinen, und unter jeder Flagge sind zwölftausend (Männer)“, nein auch den Sieg der Gläubigen (laut IS der IS) wird vorausgesagt. Von Angst vor der militärischen Konfrontation kann also keine Rede sein.

Religion ist die größte Propagandamaschine der Welt

Und nehmen wir mal an, du machst dann irgendwas Banales, zeigst der Welt den nackten Arsch und hoffst, dass es eigentlich egal ist. Doch ein paar sehn‘ darin Zeichen, drohn‘ dem Rest weil diese echt sein, baun sich Schlösser aus Gedanken, glauben selbst, dass sie im Recht sein. Das alles tun sie deinetwegen, vergessen ihr eignen‘ Leben, du bist ihre Droge ihre Sehnsucht und sie bleiben kleben – durch dich macht das Leben Sinn und du wirst darin zum Mittelpunkt. Jeder der noch zweifelt wird bekehrt oder vernichtet und alle knien‘ sie nieder wenn nur jemand deinen Namen spricht –           Wieso nur diese Demut und die Regeln? Langsam fragst du dich:                   Denkt ihr, ich sei eitel, mir zu schmeicheln würd‘ euch besser machen?

Mit diesem Auszug aus dem Text des Liedes „Geschenk“ des Hip-Hop-Künstlers und Mitbegründers des Label ersguterjunge, D-Bo, möchte ich diesen äußerst polarisierend betitelten Beitrag beginnen. In dem Stück spricht das lyrische Ich aus der Perspektive eines Gottes und kritisiert den Religionswahn. Auch die Visualisierung ist meiner Meinung nach äußerst sehenswert und deshalb hab ich das zugehörige YouTube-Video hier verlinkt. Dieser Tage scheint die Religion in unserer als so offen und modern geschätzten Welt häufig ein Artefakt aus einer längst vergangenen Zeit zu sein. Ungeachtet dessen aber erfreut sie sich nach wie vor einem immensem Zulauf, welcher Konfession auch immer. Doch sie macht noch mehr.

Schon seit Urzeiten ist sie der größte Kriegstreiber, den die Menschheit jemals gesehen hat. Man denke beispielsweise an die mittelalterlichen Kreuzzüge, den Dreißigjährigen Krieg oder auch an die heutigen Gräueltaten des Islamischen Staates. Natürlich darf man nicht außer Acht lassen, dass hier die Religion immer nur ein Mittel zum Zweck war und ist, doch steht außer Frage, dass sie stets das Potential besaß, instrumentalisiert zu werden. Keineswegs möchte ich gläubige und friedliche Religiöse kritisieren – bitte versteht mich nicht falsch. Es ist mir natürlich klar, dass sich der Großteil der Gläubigen zu dieser zuletzt genannten Gruppe zählen lässt. Aber es gibt immer Idioten. Im Folgenden werde ich versuchen meine persönliche anti-kirchlich orientierte Sichtweise zu unterbreiten.

Fortwährende Reproduktion primitiver Weltanschauungen

Die sogenannten Heiligen Schriften ein jeder Religion sind alt. Wenn wir das Ganze mal anhand der Bibel des Christentums betrachten, kommen wir sogar auf ein äußerst stattliches Alter, denn noch bevor die Geschichten des Alten Testaments niedergeschrieben wurden, waren sie bereits unzählige Jahrhunderte per Mundpropaganda unterwegs. Erst nach dieser schwammigen Art der Überlieferung haben sie letztendlich ihren Weg in dies staubige Buch gefunden. Betrachtet man diesen Vorgang jetzt mal etwas abstrahiert und objektiv, so kommt man zu folgenden zwei Gedanken: Erstens einmal kommen Nachrichten, die nach dem Prinzip der Stillen Post übermittelt werden bei dem Empfänger mit einer solch verfälschten Botschaft an, dass ihr nur doch die in letzter Zeit publizierten Statements des VW-Konzerns in Sachen Zuverlässigkeit Konkurrenz machen könnten. Zweitens, und das sollte dem modernen Menschen noch weitaus mehr Stirnfalten bescheren, gibt es eine wesentliche Sache, die uns von den Menschen von damals unterscheidet: ein aufgeklärter Bildungsstand. Bekanntermaßen waren Irrglaube und Theorien, die sich später als vollkommen absurd herausgestellt haben, Gang und Gebe bei unseren Vorfahren. Wer kann es ihnen auch verdenken? Schließlich macht dem Menschen von Natur aus alles Angst, das ihm unbekannt ist und das er nicht zu verstehen vermag. Um das Gesamtbild seiner Welt dennoch stimmig aussehen zu lassen, erfand der Mensch Mythen, die ihm genau das klipp und klar erklärten, was ihm so viele schlaflose Nächte der vergeblichen Erklärungsversuche beschert hatte. Auf diese Weise kamen Drachen, Götter, Hexen und all jene Fantasiewesen in seine Gedankenwelt, die das menschliche Gehirn fähig war zu illustrieren. Übrigens ist diese Produktion der Mythen auch heute noch nicht zum erliegen gekommen, nein, heute haben sie nur unter dem Terminus Verschwörungstheorie ein neues Gewand bekommen. Doch zurück zum Thema. Es gibt keine stichhaltige Begründung, die mich nachvollziehen ließe, warum Menschen denn nun heutzutage Götter verehren, aber die griechische Mythologie nur als Relikt aus Geschichtsbüchern ansehen, die sich gut als Material für Kino-Blockbuster eignen. Oder warum wir keine Hexen mehr verbrennen, Tiere zum Opfer anbeten oder uns auch sonst nicht mit all jenen Beschäftigungen die Zeit vertreiben, denen die Leute früher aus tiefster Überzeugung nachgegangen sind. Bewusst habe ich soeben nur Beispiele angeführt, die eigentlich dank der Begründung für die Existenz eines Gottes auch nicht widerlegt werden könnten. Nämlich genau das, sie können nicht widerlegt werden und das ist auch das Schlagargument des Glaubens. Oberste Tugend ist dementsprechend natürlich daran nicht zu zweifeln, dass es diesen so oft beschriebenen Gott auch tatsächlich gibt. Aber weshalb denn eigentlich? Naja, weil sonst kommst du ja nicht in den Himmel. Wie denn jetzt? Ich dachte, alle Sünden würden vergeben werden und egal was man tut, letztendlich landet man bei allen anderen im Paradies? Na gut, wie dem auch sei, die Illusionen und Vorstellungen des Menschen wachsen mit seiner Vorstellungskraft und da diese mittlerweile in hohem Maße ausgeprägt ist, gibt es vielleicht den Glauben an Drachen nicht mehr, doch andere fragwürdige Gedanken existieren nichtsdestotrotz. Und der Glauben ist einer davon.

Größte Propagandamaschine der Welt

Obiges bringt mich daher auch zu der Betitelung meines Aufsatzes. Die Kirche ist die größte Propagandamaschine der Welt. Wenn mir dies jemand zu widerlegen weiß, nur zu. Wie dem auch sei, die Kirche verbreitet seit ihren Anfängen eine Weltanschauung, die nicht richtig beziehungsweise nicht zu beweisen ist. Demzufolge wird jedem Kind in der Bundesrepublik durch Schule, Kindergarten und andere staatliche Institutionen eine propagierte und nicht wissenschaftliche Grundhaltung unterbreitet, die es in seiner kindlichen Naivität nicht zu hinterfragen vermag. Solch eine Erziehung kann doch heute nicht mehr zeitgemäß sein? Man blicke nur einmal auf unseren französischen Nachbarstaat und ein dort verankertes Prinzip: die laïcité oder auf Deutsch die religiöse Neutralität. Staatliche und kirchliche Institutionen werden strikt getrennt, Religionsunterricht kann freiwillig besucht werden. Bei bestem Willen kann ich nicht nachvollziehen, wie dieses Prinzip nicht in anderen, sonst so aufgeklärten und sich auf dem Weg der Modernisierung befindenden Staaten angewandt wird. Es wäre doch so einfach und würde niemanden einschränken: Wer einer Konfession nachgehen wollen würde, könne dies tun und wer sich nicht mit theologischen Texten auseinandersetzen möchte, dem wird so etwas auch nicht vorgeschrieben. Damit wäre der Propaganda ein Ende gesetzt.

Positive Aspekte der Kirche

Natürlich ist auch nicht alles schlecht an dem kirchlichen System. Mit Sicherheit hilft es nämlich dem ein oder anderen durch schwere Zeiten zu gehen und einen gewissen Halt zu erfahren, dadurch, dass er oder sie in die Kirchengemeinschaft aufgenommen wird. Auch soll sie ja Moral und Werte vermitteln, die gute alte Kirche. Meiner Meinung nach aber brauchen wir diese Instanz dafür heute aber nicht mehr, genauso wenig wie wir sie in der Position eines Trauerbeistands brauchen. Heutzutage gibt es diverse Optionen, wie man seine Probleme lösen kann – in sehr ernsten Fällen sollte man sich an Freunde, Verwandte oder sonstige Vertraute wenden und wenn das nicht reicht, gibt es sehr kompetente Ärzte für nahezu jeden Fall. Auch sind die Ansichten der Kirche im Hinblick auf moralisches Handeln oft zu konservativ. Man sollte eine Balance finden, die unserer Gesellschaft angepasst zu sein hat und dieses Ziel erreicht man durch den realen Kontakt in der realen Welt.

 

Zum Abschließen dieser meiner Auseinandersetzung mit dem durchaus umstrittenen Thema der Religion möchte ich noch eine Sache anmerken. Ich habe hier ausschließlich meine eigene Meinung vertreten und möchte diese niemandem aufdrängen. Haltet von der Sache was ihr wollt und glaubt was ihr wollt. Keineswegs möchte ich teilnehmen an dieser nervtötenden Propagandaschlacht. Herzlich eingeladen ist auch jeder Leser hier, seinen persönlichen Standpunkt in den Kommentaren zu erläutern.

Eskalation des Ost-West-Konflikts?

Konnte man durch die zuletzt zumindest augenscheinlich neu gewonnene Verbundenheit des Westens mit Russland durch den gemeinsamen Krieg gegen den Islamischen Staat den Ost-West-Konflinkt weitaus stabiler als bisher sehen, so wird einem diese Illusion spätestens seit den heutigen Geschehnissen wieder gestohlen.

Abschuss eines russischen Jagdbombers durch die Türkei

In den frühen Mittagsstunden des heutigen Tages wurde ein Kampfjet des Typs Su-24 des russischen Militärs durch die türkische Luftwaffe über dem Grenzgebiet zwischen Syrien und der Türkei abgeschossen. Strittig ist hierbei jedoch, ob sich der Jagdbomber über türkischem Luftraum befunden hatte, so wie die türkische Regierung verlauten ließ. Angeblich wurden die russischen Piloten über die Notfallfrequenz, der ausschließlich jeder Teilnehmer des Flugverkehrs zu verfolgen verpflichtet ist, vielmals gewarnt, den Kurs zu ändern. Laut russischen Informationen habe der Jet die türkischen Landesgrenzen hingegen nie überflogen. Momentan ist noch unklar, welcher Seite man in diesem Falle denn nun Glauben schenken darf, doch klar wird im Nachhinein die Dramatik des Vorfalls.

Bedrohung des internationalen Friedens

Direkt nach dem Abschuss rief der Staatspräsident der Türkei, Recep Tayyip Erdoğan, ein Sondertreffen der NATO ein. Und auch US-Staatschef Barack Obama ließ in einer Rede verlauten, dass die Türkei, wie auch jeder andere Staat, durchaus berechtigt wäre, unautorisierte Flugobjekte innerhalb ihres Staatsgebiets abzuschießen. Mit seiner Aussage stellt sich Obama hinter die Türkei und das wohl auch legitim.

Doch genau an dieser Stelle stellt sich mir die Frage, ob man das nicht als Zeichen einer drohen Neuentflammung des Ost-West-Konflikts interpretieren könnte. Zweifelsohne waren die in letzter Zeit ausgeführten Aktionen des russischen Militärs unter Vladimir Putin ein Grund zur Kontroverse. Seine teils unangekündigten Eingriffe in den Nahen Osten haben vielen Menschen vor den Kopf gestoßen, ein weiterer Streitfall ist außerdem seine Unterstützung für das vom Westen nicht anerkannte Regime des syrischen Diktators Baschar al-Assad. Jenem Tyrann, der regelmäßig Splitterbomben auf seine eigene Bevölkerung vom Himmel regnen lässt, weil diese ihm die Loyalität entsagt haben. Höchstwahrscheinlich sieht die russische Regierung im syrischen Staat ihre Eintrittskarte für den Einstieg im Nahen Osten. Doch wie dem auch sei, nicht zuletzt auch wegen dem Abschuss eines russischen Passagierflugzeugs in den vergangenen Wochen und den damit einhergehenden Rachegefühlen, mit dessen Schuld sich jetzt der IS rühmt, konnte man in Russland durchaus einen vielversprechenden Partner im Kampf gegen ebendiesen sehen.

Was angesichts des jetzigen türkisch-russichen Konflikts geschieht, steht in den Sternen. Man kann nur darauf hoffen, dass sich die beiden Staaten einigen können ohne die Situation eskalieren zu lassen.

Zielsetzung dieses Blogs

Weil ich darauf angesprochen wurde, dass es in einem Blog in dem es um Meinung geht, doch durchaus sehr interessant wäre Näheres über den Autor zu erfahren, werde ich dem hier nachkommen.

Vorstellung von Autor und Motivation

Warum ich dieses Projekt ins Leben gerufen habe lässt sich vor allem im Hinblick auf meine Zukunftsplanung erklären. Im Moment bin ich 19 Jahre alter Schüler, angehender Abiturient und möchte nach Beendigung des Gymnasiums den Weg in den Beruf des Journalisten einschlagen. Leider habe ich ja in meiner derzeitigen Situation nicht die Möglichkeiten mich durch Praktika oder Ähnliches dahingehend weiterzubilden. Ob mir ein Blog im Internet dabei großartig weiterhelfen kann weiß ich noch nicht, doch mir erscheint es in jedem Fall erstmal als ein interessantes Projekt. Bedauerlicherweise habe ich absolut keine Erfahrungen im Bezug auf das öffentliche Schreiben im Internet, was sich auch darin äußert, dass ich einfach nicht weiß, wie ich meine Reichweite erhöhen und eine größere Leserschaft erreichen kann. (Bitte helft mir, wein.)

Um meine hier geschilderten Standpunkte besser nachvollziehen zu können, ist es hilfreich über meine politische Orientierung Bescheid zu wissen. Auf dem Parteienspektrum würde ich mich persönlich eher links einordnen, dennoch gehen viele meiner Ansichten auch in den Bereich der Mitte. Für mich stehen des Weiteren an oberster Stelle aller Werte und Ideale Humanität und Liberalität.

Konkrete Ziele und Ideen für den Blog

Vermutlich werde ich an dieser Stelle häufig aktuelle Themen kommentieren, vorzugsweise aus dem Ressort Politik. Ich bin aber auch anderweitig interessiert, zum Beispiel bin ich durch und durch Fan von Hip-Hop-Musik und kenn mich deshalb sehr gut in der Szene aus. Mit ein paar Freunden versuche ich mich auch schon seit längerer Zeit an eigenen Tracks, wer weiß, was da noch so auf euch zukommen wird. Eventuell schreibe ich ja auch mal über solche Themen. Natürlich ist mir klar, dass es schwierig wird, Leute zu begeistern meine Texte zu lesen, denn vor allem politische Postings gibt es ja schon zu Abertausenden und von jedweder Seriosität im Netz. Naja, an einem Alleinstellungsmerkmal arbeite ich noch. Außerdem würde ich mich auch sehr über Anregungen von Lesern freuen. Jedes Thema das mir vorgeschlagen wird, werde ich bearbeiten, solange ich es für halbwegs sinnvoll halte.

Nachdem ich das angesprochen habe, führt mich das gleich zum nächsten Punkt. Leser. Ich hoffe inständig, dass ich es irgendwie schaffe eine Stammleserschaft – so klein diese auch sein möge – aufzubauen. Denn darum geht es mir hier, ich möchte erstens in Kontakt mit anderen Leuten treten um mir auf diese Weise eine eigene Diskussionsplattform zu erstellen und zweitens verspreche ich mir von den Artikeln auch, ein gewisses Feedback zu erhalten um mich so weiter zu verbessern.

Persönliche Details 

So, wer sich jetzt noch ein paar persönliche Informationen über meine Person erhofft, den muss ich in erster Linie enttäuschen. Ich lege hier sehr viel Wert auf Anonymität, da ich das ganze hier erstmal unter vorgehaltener Hand verwalten will. Wie das hier alles verlaufen wird, kann ich noch nicht sagen und deshalb werde ich es zunächst einmal aus dem Privaten beobachten. Das macht es für mich wiederum nochmal schwieriger den Blog hier bekannt zu machen, da ich meine Facebook-Freunde nicht einladen kann und nur ein paar ausgewählten Freunden davon erzählt habe. Ach, die Welt ist hart.

Aber zurück zum Thema, ein paar Dinge kann ich schon preisgeben, zum Beispiel dass ich aus dem schönen Bayern komme. Oder für was ich mich so in meiner Freizeit interessiere. Fitness. Freundin. Feiern. Lesen. Print unsere Regionalzeitung, den stern, die Welt am Sonntag und Online so gut wie alles aber vor allem Spiegel Online und Die Welt. Und RapUpdate. (Wow, hab ich das wirklich gerade geschrieben?)

 

Ich hoffe, mit diesem Artikel ich konnte Euch mich etwas näher bringen. Für Rückfragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung, übrigens habe ich mir eine Facebook-Seite eingerichtet über die man stets auf dem neuesten Stand bleiben und mit mir persönlich in Kontakt treten kann. Klick Klick

Kommentar zur Diskussion um die Trikolore

Im Zuge der unglaublich tragischen Anschläge in der französischen Hauptstadt entbrennen in den sozialen Netzwerken unzählige Diskussion, teils auch mit Sicherheit über nichtige Themen. Und da diverse Kommentare und Argumentationen im Begriff sind, mir und mit ziemlicher Sicherheit auch vielen anderen Usern gehörig auf die Nerven zu gehen (und da der Server vom Netflix momentan nicht online ist), werde ich die Gelegenheit nutzen, hier auch meine Meinung in den Weiten des Internets zu verewigen.

Über das Große und Ganze werde ich an dieser Stelle nicht schreiben, da ich mich auf Spekulationen stützen und schlichtweg kursierende Berichte von anderen, omnipräsenten Medien rekapitulieren müsste. Traurig? Nicht weinen! Zu dem Thema möchte ich aber dennoch einen Gedanken einfließen lassen. Am Tatort wurde neben einem der toten Selbstmordattentäter ein syrischer Pass aufgefunden, welcher ihn als eine Person identifiziert, die sich in Griechenland als Flüchtling registrieren lassen hatte. Und natürlich hallt ein gellender Aufschrei durch Deutschland, der insbesondere von Pegida-Anhängern und Asylgegnern  stammt. Die in der Islamophobie predigenden Szene schon im Vorhinein gängige These, die Flüchtlinge wären mit den Islamisten gleichzusetzen, avanciert hierdurch zu einer scheinbar gültigen Aussage. Doch unterschätzt die braune Masse in ihrer Naivität die Gerissenheit des IS und hört, was sie hören will. Hinter dem vermeintlichen Flüchtlingspass könnte meiner Meinung auch durchaus die Intention stehen, weiterhin Zwietracht in Europa zu säen. Wir sollen denken, dass die Flüchtlinge uns den Terror bringen, denn genau dieses misstrauische, verängstigte Klima kann der IS zu seinen diabolischen Zwecken durchaus gut gebrauchen. Wie gesagt liegen dieser Argumentation dennoch nur Mutmaßungen zugrunde.

Zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrages. Eine für mich weitaus durchschaubarere Kontroverse stellt die Diskussion um die, die Profilbilder auf Facebook zierende französische Tricolore dar. Weit verbreitet ist zunächst das Argument, es bringe den Opfern nichts und des Weiteren vergesse man damit, dass überall auf der Welt Anschläge geschehen und zwar ständig. Es ist natürlich unmöglich, das komplett zu widerlegen, doch ich sehe durchaus einen Sinn hinter der Aktion. Erstens finde ich, es ist einfach ein angebrachtes Zeichen um Solidarität und Mitgefühl gegenüber den Angehörigen auszudrücken. Und genau diese beiden Tugenden hat Europa zu diesem Zeitpunkt unglaublich nötig. Warum wir uns aber nicht die Mühe machen, diese für alle Tragödien der Welt aufzuwenden, mag im ersten Moment zwar inkonsequent klingen und mit Sicherheit ist es auch nicht ganz richtig. Doch einerseits schwingt hier natürlich, der zugegeben schwache, Grund mit, dass uns Frankreich einfach näher ist, und, dass die breite Masse auch einfach nicht alle arabischen oder afrikanischen Probleme und Geschehnisse nicht so mitbekommt, da diese auch in den Medien nicht so präsent sind. Die persönliche Bindung zu Frankreich geht auf der anderen Seite noch weiter, denn die Deutschen und die Franzosen haben seit jeher ein besonderes Verhältnis. Auch leben viele der jeweiligen Staatsbürger im anderen Nationalgebiet oder haben dort Angehörige und Freunde. Der Tag des Anschlags wird als ein schwarzer Freitag in die Geschichte Frankreichs eingehen und im Moment ist es doch vollkommen absurd über solche Haarspaltereien, wie dem Ändern seines Profilbildes bei Facebook, zu diskutieren. Ich hoffe inständig, dass das Leid zeitnah verarbeitet sein wird und dass Politik und Gesellschaft endlich den Durchbruch gegen den Islamischen Staat erreichen werden. (Und dass mein Netflix wieder funktioniert.)

Flüchtlingskrise Pt. 2 – Die Götterdämmerung

Deutschland steht vor einer Wende. Das raue Klima in der Republik manifestiert sich allmählich zu einem handfesten Sturm, der über jede Ecke des Landes hinweg fegen und zahlreiche Establishments zu Fall bringen wird. Die deutsche Politik und unsere gesellschaftlichen Konventionen sind mittlerweile zu stark von überfälligem Konservatismus und einer überalterten Bevölkerung geprägt, als dass diese noch zeitgemäß sein könnten. Dies offenbart sich auch im Zuge der Flüchtlingskrise.

Die Diskussion um die Richtung der Politik der Bundesregierung in Sachen Migration spitzt sich zu einer immer kontroverseren Grundsatzfrage zu. Selbst in der vorher verhältnismäßig geschlossen wirkenden CDU bröckelt allmählich das Vertrauen in die sonst so bis in den Himmel gelobte Angela Merkel, die Kanzlerin unter der sich Deutschland zu einem anderen, einem liberaleren Staat entwickelte. Jene Frau, unter der Deutschland die Gesetze zu Mindestlohn und Homo-Ehe verabschiedete, jene Frau, die selbst in der Affäre um die Annexion der Krim stets Ruhe und Souveränität ausstrahlte. Doch die Zeit der deutschlandweiten und innerparteilichen Bewunderung scheint abzulaufen, berücksichtigt man die negative Resonanz, die ihr derzeitiges Handeln hierzulande teilweise auslöst und von den Medien dargestellt wird. Zahlreiche Parteifunktionäre und Mitglieder in der Lokalpolitik äußerten sich jüngst abschätzig über ihre Vorsitzende.

Doch die neueste Forsa-Umfrage beweist, dass man die Kanzlerin, auch im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017, trotz allem noch nicht abschreiben darf. 82% der Parteimitglieder stehen noch hinter ihrer Kanzlerin, was doch angesichts der Häufung von Negativmeldungen, ein recht hoher Prozentsatz ist. Und auch ich persönlich halte ihre Politik generell nicht für falsch. Was man ihr aber in jedem Falle ankreiden kann, sind die Signale, die sie ganz am Anfang der Migrations-Affäre ausgesendet hat. Es ist absolut nicht verwerflich, dass Deutschland jeden Asylsuchenden seine Grenzen passieren lässt, zumal nach dem Grundgesetz jedem politisch Verfolgten Asyl gewährt werden muss. Jedoch hat Merkel den Flüchtlingsstrom erstens beschleunigt und ihm zweitens, was das wesentlich größere Problem ist, eine Richtung gegeben. Und diese führt Zigtausende von Flüchtlingen unaufhörlich nach Deutschland, vorbei an anderen möglichen Asylländern und auch nicht über unsere Grenzen hinaus. Die Menschen wollen nach Deutschland, was angesichts ihrer Situation aber auch nicht verwerflich ist. Das Schreckgespenst der Fremdenfeindlichkeit und der Unaufgeschlossenheit gegenüber Neuem grassiert in weiten Teilen der Europäischen Union. Warum sollten sich die Reisenden nun in eines dieser Länder wagen, statt ihre Chance in dem so fremdenfreundlichen Deutschland zu versuchen? Auf diese Frage gibt es keine Antwort. Außer vielleicht jener, dass die Kapazitäten in Deutschland auch irgendwann überbelastet sind. Die Rechnung ist einfach, umso mehr Asylbewerber in das gleiche Land einwandern, umso geringer fallen die Leistungen und Zuwendungen für jeden Einzelnen unter ihnen aus, da die gleiche Menge nun unter einer größeren Zahl an Personen verteilt werden muss. Doch an so etwas denken die Flüchtigen in diesem Moment nicht, was natürlich in Anbetracht ihrer Situation und ihres Hintergrundes nachvollziehbar für mich ist. Für sie geht es ums Überleben, und dabei muss jeder ein bisschen egoistisch denken.

Und Deutschland muss einig die Krise abwenden, auch wenn sich viele Bürger von der Kanzlerin verraten fühlen und deshalb ihrem Unmut Luft machen. Sie fühlen sich vorgeführt und genötigt, die Suppe auszulöffeln, die ihnen die Politik versalzen hat. Von unglaublich wichtiger Bedeutung ist es, sich die Argumente beider Seiten anzuhören und zu versuchen die Sichtweise der anderen zu verstehen. Nicht jeder Asylgegner ist gleich ein Nazi, er äußert wie jeder andere nur seine Meinung. Es gilt aber dennoch zu differenzieren, da die aufgeheizte Stimmung Menschen anfällig für propagierten Fremdenhass durch Pegida, die AfD und sonstige Organisationen macht. Dies nährt die Angst, genauer die Verlustangst der Alt-Etablierten. Sie fürchten all das zu verlieren, was sie in ihrem eigenen schönen Deutschland an Besitz und Gut erworben haben, doch das ist völliger Nonsens. Gerade die Bevölkerung im Osten Deutschlands sorgt sich vor ihren zukünftigen Nachbarn. In der Republik leben aktuell rund 16,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, doch nur weniger als vier Prozent davon leben im Osten. Die Integration von Massen an Menschen ist bereits erfolgreich vollzogen und doch ist dieser Fortschritt wohl nicht bis dort hin vorgedrungen. In Großstädten verhält sich das Ganze nun wieder anders, doch in den weniger urbanen Gegenden des Ostens ist es vermutlich einfach die Angst vor dem Unbekannten, die diese Menschen zu ihrer feindlichen Gesinnung treibt. Ein Punkt, in welchem man all diesen Miesepetern aber immerhin zustimmen muss ist folgender. Die Gefahr, dass sich unter den Flüchtlingsstrom auch Anhänger nahöstlicher Terrorzellen gemischt haben, ist schwierig zu verneinen. Da viele der Migranten auf ihrer Odyssee Hab und Gut, oft inklusive ihrer Papiere, zurücklassen mussten beziehungsweise verloren haben, war es einige Zeit lang äußerst einfach, die Grenzen nach Deutschland unbemerkt zu überqueren. Zwar gab es einige Tests, wie Sprachüberprüfungen, die beweisen sollten, dass es sich zweifelsfrei um aufzunehmende Syrer handele, doch schließt es nicht gänzlich aus, dass sich zum Beispiel Kämpfer des IS durch die Kontrollen mogeln. Mit Sicherheit werden die nächsten Jahre nicht ohne ein Knirschen im Getriebe verlaufen. Es wird hie und da wahrscheinlich auch leider Attentate und Ähnliches geben, zumindest kann ich dies nicht ausschließen. Und auch die Integration wird nicht in jedem Fall gut verlaufen, womöglich wird es verarmte, unsere Sprache nur begrenzt beherrschende Ausländer geben. Das sind aber alles Probleme mit denen der Staat und seine Politik rechnen und sich Sicherheitsmaßnahmen überlegen muss.

Doch genau diese Politik ist es, die sich verändern muss. In der Zukunft werden alteingesessene Konservative vor die Wahl gestellt werden, sich  entweder zu verändern oder abzudanken, es werden große Umstrukturierungen im Lande vollzogen werden müssen. Denn nicht nur die Sicht vieler Politiker auf diese aktuelle Affäre ist veraltet, nein, Deutschland benötigt mit der Zeit eine Revolution im Bezug auf seine politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ansichten. Und diese wird kommen. Sitzen die momentan regierenden Politiker erst einmal in ihrem Schaukelstuhl im Altersheim, wird eine neue Generation und mit ihnen ihre überholten Ideologien an der Macht sein, und die Ehemaligen können sich gemächlich zurücklehnen und zusehen, wie Deutschland die Probleme angehen wird, die sie nicht zu lösen vermocht haben. Überspitzt könnte man vermutlich auch sagen, dass Deutschland in den nächsten Jahrzehnten eine Götterdämmerung naht.

Flüchtlingskrise Pt. 1

Sie ist derzeit dominierend in jedem Nachrichtenmagazin, jeder Talkshow, jeder Facebook-Timeline und vor allem in jeder Munde – die Flüchtlingskrise. Angesichts der gegenwärtigen Geschehnisse ist die Prominenz dieses Themas auch in keinster Weise verwunderlich, nein, vielmehr könnte sie sich zum wohl prägendsten geopolitischen Ereignis des 21. Jahrhunderts entwickeln. Die gesamte Europäische Union, inklusive des deutschen Staates, ist überfordert in Anbetracht der stetig steigenden Einwanderungszahlen, an denen Deutschland eine wesentliche Mitschuld trägt. Doch solange sich die Lage in den Krisengebieten, aus welchen die Flüchtlinge so massenhaft strömen, nicht verbessert, ist deren Aufnahme das einzig Richtige, was wir tun können. Ein Fakt, der manchen Bürgern hierzulande zunächst einmal nicht schmecken mag.

Angst. Angst vor islamistischen Terroristen, Angst vor einer missglückenden Integrationspolitik und viele weitere Ängste, unter ihnen, jene vor einem kulturellen Wandel der so traditionellen, deutschen und vor allem auch christlichen Kultur. In der Bundesrepublik ist die Stimmung in den letzten Tagen immer angespannter und bedauerlicherweise auch immer militanter geworden. Dies ist ein Phänomen, dass sich vor allem mit besagten Ängsten und Befürchtungen begründen lässt und zunehmend größer werdende Teile der Bevölkerung an den rechten Rand drängt. Dorthin, wo sich noch liberalere Bürger mit rechtsradikalen Extremisten zu einem Publikum mischen und sich anschließend leider oft nicht mehr nur die gemeinsame Tribüne teilen. Kundgebungen von Pegida tragen große Schuld an der gegenwärtigen Radikalisierung der Bevölkerung. In der aufgeheizten Situation schrecken dort praktizierende Redner nicht einmal vor NS-Metaphorik zurück, stellte der türkische Gastredner Akif Pirinçci auf einer solchen Demonstration nicht zuletzt die Asylsuchenden als Invasoren und die deutsche Regierung als Gauleiter gegen das eigene Volk dar. Auch den pietätlosen (wohl als Witz gemeinten) Vorschlag an die Regierung, die Bürger, die mit ihrer Politik nicht einverstanden sind, auf andere Weise loszuwerden – und in diesem Zusammenhang erwähnt er Konzentrationslager – spricht er tatsächlich ins Mikrofon. Ausgerechnet sich und seinesgleichen, jene die sich einer ausländerfeindlicheren und rechteren Propaganda nicht bedienen könnten, stellt Pirinçci als Opfer der Regierung dar und vergleicht sie tatsächlich ansatzweise mit dem Vorgehen des NS-Regimes gegen die damals in Deutschland lebende Juden. Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Wie eine Organisation dieses Hintergrundes in der Bevölkerung dennoch einen solchen Zuspruch finden kann ist für mich doch mehr als bedenklich. Natürlich muss ich hierbei anmerken, und den Beiwohnern der Kundgebung zu Gute halten, dass oben genannte Äußerungen nicht nur Zustimmung fanden.

Die Zerrissenheit in der deutschen Gesellschaft führt zu einer noch stärkeren Polarisierung und Radikalisierung aller beteiligter Fronten. Dass dies der zwingend notwendigen schnellen Eingliederung der bewilligten Asylanten nicht förderlich sein kann, ist kein Geheimnis. Es ist eine Bewährungsprobe für Deutschland, für Europa und für die gesamte Welt. Um diese zu einem glücklichen Ende zu bringen müssen alle Parteien ihren Teil leisten und insbesondere zusammenhalten. Der Nahostkonflikt muss beigelegt werden, die Fluchtursachen müssen vernichtet werden. Was ich auf dieser Welt im Moment sehe, ist aber keine Gemeinschaft. Ich sehe Einzelkämpfer, sie sind überall. Russland, das sich eine Vernichtung des Islamischen Staates durch militärisches Eingreifen erhofft, gleichzeitig aber den amtierenden syrischen Machthaber und Tyrann Assad unterstützt und im Zuge dessen gegen moderate Rebellen vorgeht. Europa, dass gespaltener denn je an die Flüchtlingspolitik rein egoistisch und national herangeht. Amerika und Australien, die sich gegenüber der Aufnahme von Immigranten nur teils öffnen oder sich gänzlich abschotten. So unkoordiniert wie die Staaten dieser Welt in letzter Zeit agieren, scheinen wir von der Lösung des Problems immer weiter abzudriften. Doch diese brauchen wir. Der Winter kommt.